Tokio Kill

Mittlerweile muss ich sagen, dass es mir Agententhriller, Geheimgesellschaften und überhaupt Bücher mit nicht so ganz durchschaubaren Geschichten angetan haben. In die gleiche Kerbe schlägt auch Tokio Kill von Barry Lancet. Und eins vorab, das gut 496 Seiten starke Buch habe ich an einem Tag durchgelesen. Was zum einem an der spannenden Story lag, als auch daran, dass ich eine Zugfahrt nach München zu überbrücken hatte.

Tokio Kill spielt, wie man vom Namen her schon fast vermutet, in Japan. Dies liegt sicherlich auch an der großen Liebe von Lancet zu Japan, welche vor über 30 Jahren ihren Anfang nahm. Denn nach seiner ersten Asienreise beschloss Lancet, seine Heimat Kalifornien zu verlassen und für längere Zeit in Tokio zu leben. Er blieb über 20 Jahre in Japan, arbeitete bei einem großen Verlag und entwickelte zahlreiche Bücher vor allem über die japanische Kunst und Kultur. Als Lancet eines Tages aufgrund eines Missverständnisses stundenlang von der Tokio Metropolitan Police verhört wurde, beschloss er, einen Thriller zu schreiben: Sein Debüt Japantown war geboren.

In Tokio Kill steht Jim Brodie, ein feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, im Mittelpunkt. In Tokio hat Brodie die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt…

Hört sich nicht nur spannend an, sondern ist es auch. Versprochen! Gerade gegen Ende der Geschichte weiß Lancet mit einigen Wendungen aufzuwarten, welche man so wohl nicht erwartet hat. Mich hat er zumindest teilweise sehr gekonnt in die Irre geführt. Aber auch zu Beginn hat man mit keinem langen Einstieg zu kämpfen, denn die Story kommt ziemlich schnell auf Tempo und hält dieses auch über weite Teile des Buches. Meiner Meinung nach ein Buch, welches man in ruhigen Stunden lesen kann.

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